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Zinseszinsrechner
Berechne, wie stark dein Kapital bei regelmäßigen Einzahlungen und Zinskapitalisierung wächst. Aufgeschlüsselt nach eigenen Einzahlungen und erwirtschafteten Zinsen.
Das Ergebnis ist ein Bruttobetrag, vor Abgeltungsteuer und vor Inflation.
Der Zinseszins ist der Mechanismus, bei dem der Ertrag der vorangegangenen Periode selbst zu arbeiten beginnt und weiteren Ertrag erwirtschaftet. Auf kurze Sicht ist der Unterschied zur einfachen Verzinsung kaum sichtbar, doch nach gut einem Jahrzehnt macht genau er den größten Teil des Endbetrags auf dem Konto aus.
Dieser Rechner zeigt drei Zahlen, die leicht verwechselt werden: die Summe deiner eigenen Einzahlungen, die Summe der erwirtschafteten Zinsen und den Endwert. Erst die Aufteilung des Kapitals in diese Bestandteile zeigt, ab wann die Anlage mehr einbringt, als du selbst einzahlst.
So rechnen wir
Das Anfangskapital wächst nach der Formel für den Endwert: Kapital mal (1 plus Periodenzins) hoch Anzahl der Perioden. Die regelmäßigen Einzahlungen setzen wir jeweils zum Ende der Periode an, und jede von ihnen arbeitet für die verbleibende Restlaufzeit – die erste Einzahlung wächst also deutlich stärker als die letzte.
Den Jahreszins teilen wir durch die Anzahl der Zinskapitalisierungen pro Jahr. Bei monatlicher Zinskapitalisierung fällt das tatsächliche Jahresergebnis minimal höher aus als der angegebene Nominalzins, weil die Zinsen früher mitverzinst werden. Diese Differenz ist der Effektivzins.
Worauf du bei den Ergebnissen achten solltest
Der Rechner unterstellt eine konstante Rendite, und die liefert der Markt nicht. Betrachte das Ergebnis als Szenario bei einem angenommenen Durchschnitt, nicht als Prognose. Es lohnt sich, drei Varianten zu rechnen: vorsichtig, Basis und optimistisch – und zu prüfen, ob der Plan schon in der ersten Variante trägt.
Das Ergebnis ist vor Steuern und vor Inflation angegeben. Auf Kapitalerträge zahlst du Steuern nach den Regeln deines Landes, und die Kaufkraft des Endbetrags wird durch die Inflation gemindert. Beides berechnest du in unseren separaten Rechnern.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich der Zinseszins von der einfachen Verzinsung?
Bei einfacher Verzinsung werden die Zinsen immer auf den Anfangsbetrag berechnet und fallen jedes Jahr gleich hoch aus. Beim Zinseszins werden sie dem Kapital zugeschlagen und erwirtschaften in der Folgeperiode selbst Erträge. Je länger der Anlagehorizont, desto größer der Unterschied – nach gut einem Jahrzehnt ist er bereits erheblich.
Was bringt eine häufigere Zinskapitalisierung?
Je häufiger die Zinsen dem Kapital gutgeschrieben werden, desto früher fangen sie an zu arbeiten. Der Wechsel von jährlicher auf monatliche Zinskapitalisierung erhöht das Ergebnis, der Effekt bleibt aber überschaubar: Bei 8 Prozent pro Jahr sind das rund 0,3 Prozentpunkte beim Effektivzins. Deutlich wichtiger sind die Höhe des Zinssatzes und die Länge des Anlagehorizonts.
Berücksichtigt das Ergebnis Steuern und Inflation?
Nein, der Rechner zeigt den nominalen Bruttowert. Für den Betrag nach Steuern nutze den Steuerrechner für dein Land. Für die reale Kaufkraft nutze den Rechner für Inflation und reale Rendite.
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