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CAGR-Rechner: durchschnittliche jährliche Rendite

Bringen Sie Ihr Anlageergebnis auf eine einzige vergleichbare Zahl: die durchschnittliche jährliche Rendite CAGR und die Gesamtrendite.

CAGR- und Renditerechner
Jahre

Der CAGR, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate, beantwortet die Frage: Bei welcher konstanten Jahresrendite wäre das Kapital im betrachteten Zeitraum vom Anfangs- auf den Endbetrag gewachsen? Das ist der übliche Weg, Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit zu vergleichen.

Ohne CAGR verschätzt man sich leicht. Ein Gewinn von 60 Prozent klingt großartig, doch wenn er über neun Jahre entstanden ist, sind es knapp 5,4 Prozent pro Jahr – weniger, als die erste Zahl vermuten lässt.

Die Formel und ihre Deutung

Den CAGR berechnet man als die n-te Wurzel aus dem Quotienten von Endwert und Anfangswert, wobei n der Anzahl der Jahre entspricht, minus eins. Das Ergebnis ist eine geometrische Rate und kein arithmetisches Mittel – genau deshalb bildet es den Zinseszinseffekt korrekt ab.

Das arithmetische Mittel der Jahresrenditen fällt bei schwankenden Ergebnissen immer zu hoch aus. Ein Jahr mit plus 50 Prozent und ein Jahr mit minus 50 Prozent ergeben arithmetisch null, tatsächlich ist das Kapital aber um ein Viertel geschrumpft – und genau das zeigt der CAGR unmissverständlich.

Wo der CAGR in die Irre führt

Der CAGR glättet den Verlauf und sagt nichts über die Schwankungen aus. Zwei Anlagen mit demselben CAGR können sich in der Tiefe ihrer Drawdowns so stark unterscheiden, dass die eine auszuhalten ist und die andere nicht. Neben dem CAGR lohnt sich deshalb immer ein Blick auf den maximalen Drawdown.

Die Kennzahl reagiert empfindlich auf die gewählten Stichtage. Vom Tief eines Bärenmarkts bis zum Hoch einer Hausse gerechnet, fällt sie beeindruckend und völlig unrepräsentativ aus. Vergleichen Sie Zeiträume gleicher Länge, die möglichst einen vollständigen Marktzyklus abdecken.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich der CAGR von der Gesamtrendite?

Die Gesamtrendite ist schlicht die prozentuale Wertänderung vom Anfang bis zum Ende der Anlage, ohne jeden Bezug zur Zeit. Der CAGR verteilt dasselbe Ergebnis gleichmäßig auf die Jahre und macht damit eine dreijährige Anlage mit einer zehnjährigen vergleichbar.

Berücksichtigt der CAGR Zuzahlungen ins Portfolio?

Nein. Der CAGR unterstellt eine einzige Anfangseinzahlung und einen einzigen Endwert. Wenn Sie regelmäßig zuzahlen, bewertet der CAGR allein Ihre Entscheidungen zu gut oder zu schlecht, weil er Wertzuwachs mit Einzahlungen verwechselt. Greifen Sie in diesem Fall zur zeitgewichteten Rendite oder vergleichen Sie das Ergebnis mit einer Benchmark.

Welcher CAGR ist gut?

Der Maßstab ist der breite Markt und keine runde Zahl. Historisch haben globale Aktienindizes einige Prozent pro Jahr über der Inflation gebracht. Beurteilen Sie das Ergebnis immer im Verhältnis zur Benchmark und zum eingegangenen Risiko, denn ein höherer CAGR, der mit enormen Schwankungen erkauft ist, muss nicht der bessere sein.

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