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Positionsgrößen- und Risikorechner

Berechnen Sie, wie viele Stück Sie kaufen können, um bei einem gesetzten Stop-Loss nicht mehr als den festgelegten Prozentsatz Ihres Kapitals zu verlieren.

Positionsgrößenrechner
% des Kapitals

Der häufigste Fehler im Portfoliomanagement ist es, die Positionsgröße nach Gefühl festzulegen. Der professionelle Ansatz dreht die Reihenfolge um: Zuerst legen Sie fest, wie viel Sie bei einem einzelnen Fehlgriff zu verlieren bereit sind, und erst daraus ergibt sich die Stückzahl.

Der Rechner ermittelt die Positionsgröße aus drei Angaben: dem Kapital, dem zulässigen Risiko pro Trade und dem Abstand zum Stop-Loss. Er zeigt außerdem, welchen Anteil am Portfolio eine solche Position einnimmt, was bei engen Stops oft überrascht.

Die Ein-Prozent-Regel und ihr Sinn

Eine verbreitete Faustregel besagt, pro Trade nicht mehr als 1 bis 2 Prozent des Kapitals zu riskieren. Bei dieser Einstellung senkt selbst eine Serie von zehn Verlusten in Folge das Portfolio nur um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz, statt es aus dem Markt zu fegen.

Das Risiko berechnen wir als Differenz zwischen Einstiegskurs und Stop-Loss-Niveau, multipliziert mit der Stückzahl. Daraus folgt unmittelbar: Je enger der Stop, desto mehr Stück passen in dasselbe Risiko, aber desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass schon gewöhnliches Marktrauschen Sie aus der Position wirft.

Risiko pro Trade ist nicht dasselbe wie Exposure

Bei einem Stop mit 5 Prozent Abstand und einem Risiko von 1 Prozent des Kapitals belegt die Position ganze 20 Prozent des Portfolios. Der Risikobetrag selbst ist damit kontrolliert, die Konzentration des Portfolios jedoch nicht. Deshalb lohnt sich ein zweites Limit: der maximale Anteil einer einzelnen Position.

Behalten Sie die Korrelation gesondert im Blick. Fünf Positionen aus derselben Branche und mit demselben Risikofaktor verhalten sich in der Praxis wie eine einzige große Position, auch wenn jede für sich das Limit einhält.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Kapitals sollte man pro Trade riskieren?

Die gängigste Spanne liegt bei 0,5 bis 2 Prozent. Niedrigere Werte wählen Anleger mit kurzem Horizont und vielen Trades, höhere jene mit seltenen, gründlich durchdachten Positionen. Entscheidend ist die Konsequenz, nicht die Zahl selbst.

Was, wenn ich keine Stop-Loss-Orders verwende?

Dann übernimmt ein Worst-Case-Szenario die Rolle des Stop-Abstands, etwa die Annahme, dass die Position 30 Prozent verlieren kann, bevor Sie Ihre These als widerlegt betrachten. Tragen Sie dieses Niveau anstelle des Stops ein, denn ohne irgendeine Annahme über den maximalen Verlust lässt sich die Positionsgröße nicht sinnvoll bestimmen.

Berücksichtigt der Rechner den Hebel?

Das Ergebnis weisen wir in Stück und als Positionswert aus. Tragen Sie bei gehebelten Instrumenten daher den Kurs und den Stop des Basiswerts ein und setzen Sie den erhaltenen Wert ins Verhältnis zur geforderten Margin. Denken Sie daran: Der Hebel erhöht das Risiko schneller als den möglichen Gewinn.

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